Forschungsprojekt
Wissenschaftliche Begleitung und Evaluation des Projektes «Netzwerk Familie Liechtenstein»
Bei diesem Projekt handelt es sich um ein Kooperationsprojekt der Sophie von Liechtenstein Stiftung und des Liechtensteinischen Roten Kreuzes. Ziel und Aktivitäten von Netzwerk Familie sind stark an denjenigen von international bekannten «Frühen Hilfen» angelehnt. Das primäre Ziel von «Frühe Hilfen» ist die Förderung der kindlichen Gesundheit in den ersten Lebensjahren und die Prävention von Kindeswohlgefährdungen durch die gezielte Begleitung von Familien in belastenden Lebensumständen. Die Begleitung von Familien mit Kleinkindern charakterisiert sich durch ihre Niederschwelligkeit, ihren aufsuchenden Ansatz und der Vernetzung mit existierenden Unterstützungs- und Versorgungsangeboten.
Das Marie Meierhofer Institut für das Kind begleitet und evaluiert das Projekt zwischen Anfang 2023 und Ende 2027. Dabei sollen die Umsetzung und Wirkung des Projektes näher beleuchtet werden. Kern der Datenerhebung bilden die Informationen aus dem internen Dokumentationssystem des Projektes. An der Umsetzung interessiert insbesondere, wie die Erreichbarkeit der gewünschten Zielgruppe und die Vermittlung an bestehende Angebote gelingt, wozu ergänzend eine Umfrage unter Fachpersonen und Interviews mit Teilnehmenden geplant sind. In Bezug auf die Wirkung ist von Interesse, ob die elterliche Belastung abnimmt und die kindliche Entwicklung gefördert wird, wozu die teilnehmenden Eltern einmal zu Beginn und einmal zum Ende der Familienbegleitung befragt werden. Die Ergebnisse der Evaluation sollen dazu beitragen, die Versorgung psychosozial belasteter Familien in Liechtenstein zukünftig weiter auszubauen und zu verbessern.
Laufzeit:
01/2023 - 10/2027
Projektleitung:
PD Dr. habil. Patricia Lannen (Institutsleitung MMI)
Projektmitarbeiter:innen:
Dr. phil. Raquel Paz Castro, Senior Researcher
Dr. phil. Vanda Capon-Sieber, Senior Researcher
ehemalige Projektmitarbeiter:innen:
Sven Staub, B.Sc., wissenschaftlicher Mitarbeiter